Schetola

 

Story: Der Tag der Weisung
aufgeschrieben 416 nP

 Dra Abu Cust erhob sich langsam, sein Blick glitt noch einmal empor zur Statue Xnums, mit Vorfreude auf das Kommende gefuellt. Endlich, nach Jahren der Irrfahrt, wurden er und seine Kameraden endlich gebraucht, kaum hatten sie sich erste Landgebiete angeeignet.

   An diesem Tage hatte Xnum ueber das Orakel gesprochen, seine Ankunft angekuendigt und seine Intention erlaeutert. Der Konflikt mit dem sogenannten Delphingott, Norytton, wuerde endlich zu Ende gefuehrt werden. Dra Abu Cust laechelte, so das einem Daemonen ueberhaupt moeglich ist. Wer konnte es schon wagen, sich gegen den groessten, aeltesten und maechtigsten Gott zu stellen, der die Kontrolle ueber Tod und Leben in sich vereinigte. Die anderen Goetter hatte er geschaffen, ihnen eine Chance gewaehrt. Wie hatten sie es ihm gedankt? Zankereien untereinander, die seine beschwichtigenden Kraefte nach und nach versiegen liessen, bis er in ihren Augen nur noch einer der ihren war. Diese Schande muss endgueltig getilgt werden, bei dem "Gott" beginnend, der auch noch einen Anspruch auf Xnums ureigenste Domaene, das Wasser, erhebt. Ist dieser erstmal erledigt, bleibt
 den anderen Goettern auch nur eine kurze Zeit, ihr unwuerdiges Sein fortzufuehren.

     Er schreckte aus seinen Gedanken auf, als sein Blick einen Lichtstreifen erhaschte. Mit ruhigem Schritt trat er ans Fenster. Tief unter sich erblickte er den Kriegshafen von Wabteros, hinter dem sich die schwarzen Gebaeude der Stadt bis an die wehrhaften Mauern erstreckten. Eisige Kaelte lag in der Luft, vereinzelte Schneeflocken tanzten, vom kalten Wind bewegt, in einem verwirrenden Tanz zu Boden. Von diesen Erscheinungen nicht naeher beeindruckt, fixierte sich sein Blick auf den Kriegshafen. Arbeiter waren emsig mit der Fertigstellung und Ausruestung von Schiffen beschaeftigt, deren schwarze Koerper sogar auf ihn einen beunruhigen Eindruck machten.

   Die Perfektion, ihre scharfe Linienfuehrung und insbesondere die Besatzungen machten sie zu nahezu unbezwingbaren Festungen, bereit, seinen Namen und den seines Herren Xnum an alle Unglaeubigen zu verbreiten, die Meere von Ketzern zu reinigen. Im naechsten Ruestmonat wuerden diese Schiffe in Dienst gestellt werden, eines der geplanten neuen Geschwader. Jetzt nahm er einen seiner Freunde wahr, den Daemonen Shaatarnat, mit dem sein Lebensweg ueber die letzten hundert Jahre eng verbunden war. Einer seiner treuesten Kaempen, die sich ihm auf ihrem Kontinent zuerst angeschlossen hatten, den Glauben an Xnum nun auch auf anderen Kontinenten zu verbreiten, nachdem ihr Heimatland vollstaendig bekehrt war. Dra Abu Cust zweifelte nicht einen Augenblick daran, dass die übrigen Daemonen zum Kampf bereit waren. Ein Problem war sicherlich die Zivilbevoelkerung, ausser zu Soldaten und Opfern kaum zu gebrauchen. Nach einer Beratung im hoechsten Daemonenrat Schetolas hatte er sich durchgerungen, nur noch Sklaven und Gefangene zu opfern, um die Moral der Bevoelkerung zu steigern, somit waeren die eh  schon geringen Steuereinnahmen gesichert, ausserdem war die Opferung von Xnumglaeubigen eh ueberfluessig geworden, sobald man Nachbarn  und damit Rohstoffquellen gesichtet hatte. Er riss sich vom beruhigenden Anblick der Kriegsschiffe zurueck, machte sich auf den Weg zu seinen Gemaechern. Die Sklavin wuerde hoffentlich schon da sein, die er vor einigen Stunden in den Kaefigen unter den Tempelanlagen ausgesucht hatte.

   Sollte er sie foltern, einige neue Dinge ausprobieren, oder einfach daemonisieren? Vielleicht auch vergewaltigen und danach Xnum opfern? Beim Gedanken daran bekam er direkt gute Laune, doch soll hier im Interesse des Lesers erstmal geendet werden.

Fortsetzung folgt.
. . . o 0 (muss das sein?)

 

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